- Panasonic Heiz- und Kühlsysteme

Sicherheit für eine große Leistung
Das Städtische Klinikum München profitiert von der Panasonic PKEA Technologie für seinen Serverraum

Serverräume mit aufwändiger Technik werden durch die Wärmeabgabe der Geräte sehr schnell sehr heiß. Damit alles sicher und zuverlässig läuft, müssen Temperaturgrenzen gewährleistet sein. Hohe interne Anforderungen entstehen jedoch nicht nur durch technische Geräte wie Serverracks, USV-Anlagen (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) oder medizinische Geräte, sondern auch durch die zunehmende Dichte von aufgerüsteten oder neu errichteten Gebäuden. All diese Faktoren machen die Installation von Klimageräten unverzichtbar.

Ein Beispiel dafür ist das Städtische Klinikum München, einer der größten Krankenhausverbände Bayerns. Die Organisation setzt auf Klimasysteme, um ihre USV- und Serverräume kühl zu halten. Die renommierte medizinische Einrichtung konzentriert sich unter anderem auf chirurgische Eingriffe und ist eine der weltweit führenden Kliniken im Bereich der Handchirurgie.

Als Anfang 2015 die Verwendung des Kältemittels R22 vollständig verboten wurde, musste das Krankenhaus sein Klimasystem erneuern. Durch das R22-Verbot ist eine Wartung der alten Geräte in Bezug auf das Kältemittel nicht mehr zulässig und die Installation eines neuen Klimasystems war kurzfristig bei laufendem Betrieb notwendig, um Schäden an den Servern zu vermeiden. Auch die verbesserte Energieeffizienz stellte einen Pluspunkt dar, denn das neue System bietet den Vorteil, dass es mindestens 30 % weniger elektrische Leistung benötigt, um die gleiche Kühlleistung zu erzeugen. Je mehr Geräte ausgetauscht werden, desto größer sind die Einsparungen bei den Betriebskosten.

Diese Vision wurde bereits im Herbst 2013 verfolgt. Zu diesem Zweck holte die Planungsabteilung des Klinikverbundes die Firma Elektro-Kälte-Wärme Forster aus Schongau in die Vorplanung für die Erneuerung der Anlage. Der Auftrag wurde vergeben und die Arbeiten begannen im März 2014. Die wichtigsten Punkte der Vorplanung waren der Ausbau der veralteten R22-Anlagen, die Installation der neuen Anlagen und deren Anpassung an den Leistungsbedarf. Außerdem mussten die neuen Klimasysteme in die bestehende Gebäudeleittechnik (GLT) integriert werden.

Mit der Umrüstlösung von Panasonic können die vorhandenen R22-Rohrleitungen und die Stromversorgung weiter genutzt werden, um ein neues System zu installieren, das das Hochleistungskältemittel R410A verwendet. Bis auf ein klar strukturiertes Prüfverfahren gibt es nahezu keine herstellerspezifischen Einschränkungen.

Keine Unterbrechungen des Servers
Darüber hinaus ist eine Redundanzumschaltung vorgesehen, die den unterbrechungsfreien Betrieb des Servers unter Einhaltung der Temperaturgrenzen sicherstellt. Erreicht wurde dies durch die Implementierung der PAW-SERVER-PKEA-Schnittstelle von Panasonic, die einen redundanten Betrieb von zwei Klimasystemen gewährleistet. Auf diese Weise können die miteinander verbundenen Systeme je nach gewünschter Einstellung im Redundanz- oder Alternativbetrieb gesteuert werden. Sobald ein System auf "Ausfall" schaltet, springt sofort das zweite an. Das gleiche gilt, wenn die Umgebungstemperatur den Sollwert überschreitet. Zusätzlich bieten isolierte Kontakte zum Ein-/Ausschalten und eine externe Fehlermeldung die Möglichkeit der externen Einbindung.

Bereits mit den Projektvorgaben des Endkunden bewaffnet, arbeitete Elektro-Kälte-Wärme Forster eng mit der Firma Kaut in München zusammen, die von der ersten Konzeption bis zur Aktivierung mit Rat und Tat zur Seite stand. Da zu dieser Zeit verschiedene Modernisierungsmaßnahmen im Krankenhaus stattfanden, wurde das Projekt in drei Phasen aufgeteilt und 2014 abgeschlossen. Dabei galt es natürlich, die Ruhezeiten im Krankenhaus sowie die brandschutztechnischen Bedingungen vor Ort zu beachten.

Geschäftsführer Lorenz Forster erklärt: "Wir haben uns für Panasonic entschieden, weil wir bereits mehrfach erfolgreich Maschinen der PKEA-Serie in Serverräumen installiert haben. Diese spezielle Produktreihe, die für den Einsatz in Versorgungsräumen optimiert ist, war perfekt für unseren Endkunden. Sie verfügt über eine spezielle Konnektivität und läuft sehr flüssig und sehr effizient. Das waren entscheidende Faktoren für die Auswahl dieses Konzepts."

Installierte Geräte
  • 3 Panasonic CS-E9PKEA und CU-E9PKEA
  • 3 Panasonic CS-E12PKEA und CU-E12PKEA
  • 1 Panasonic CS-E15PKEA und CU-E15PKEA
  • 4 Panasonic PAW-SERVER-PKEA Systemsteuerung mit SPS-S7 (Siemens)

Technische Merkmale der Panasonic-Klimageräteserie PKEA
  • Verwendung vorhandener R22-Kühlmittelleitungen
  • Ausgelegt für den Dauerbetrieb
  • Optimaler Wirkungsgrad, auch bei einer Außentemperatur von -15 °C
  • Widerstandsfähiges Rollenlager
  • Zusätzlicher Leitungstemperatursensor zum Schutz vor Einfrieren

Schnittstelle für die Klimatisierung von Serverräumen
  • PAW-SERVER-PKEA-Schnittstelle für Serverräume mit isolierten Kontakten zur einfachen Integration in die GLT.
  • An eine Schnittstelle können bis zu zwei PKEA-Innengeräte angeschlossen werden.


Die Schnittstelle bietet folgende Funktionen für Serverräume:
- Temperatureinstellungen (einfache Einrichtung über die Schnittstelle, kein Computer erforderlich)
- Redundanzsystem (einfache Einrichtung über die Schnittstelle, kein Computer erforderlich)
- Alternativbetrieb (einfache Einrichtung über die Schnittstelle, kein Computer erforderlich)
- Störungsmeldung über isolierten Kontakt (einfache Einrichtung über die Schnittstelle, kein Computer erforderlich)
- Ein/Aus-Schalten durch isolierten Kontakt