CO2-Kälteanlage für die Breznsalzer Bäckerei am Flughafen München

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München. Germany

2024


Die Bäckerei Breznsalzer am Flughafen München versorgt täglich zahlreiche Reisende mit frischen regionalen Backwaren. Für die Neueröffnung des Standorts wurde eine moderne und zukunftssichere Kältelösung benötigt. Ziel war es, eine energieeffiziente und nachhaltige Anlage zu installieren, die den steigenden gesetzlichen Anforderungen an Kältemittel gerecht wird und gleichzeitig den begrenzten Platzverhältnissen im Flughafenumfeld entspricht.

Projektherausforderung

Die größte Herausforderung bestand darin, die bestehende F-Gas-Anlage am Flughafen München durch eine zukunftssichere Kältelösung zu ersetzen. Dabei mussten lange Rohrleitungswege von bis zu 20 Metern, unterschiedliche Temperaturzonen für Tiefkühlung (-18 °C) und Normalkühlung (+3 °C) sowie die Anforderungen der EU-F-Gase-Verordnung berücksichtigt werden. Zudem durfte die gesamte Technik im Terminal für Passagiere nicht sichtbar sein. Dies erforderte eine effiziente und flexible Lösung. 

Lösungsansatz und eingesetzte Technologie

Für den Standort wurde eine maßgeschneiderte CO₂-Kältelösung mit Panasonic-Technologie realisiert. Planung und Umsetzung erfolgten gemeinsam mit einem spezialisierten Planungsteam und einem erfahrenen Kältefachbetrieb. Aufgrund der Projektherausforderung entstand unter anderem die erste Dual-Temperatur-CO₂-Anlage mit einem Panasonic-Gerät in Deutschland. Hierbei versorgt eine OCU-CR400VF8A einen NK-Kühlraum (Raumtemperatur +3°C) und einen TK-Kühlraum (Raumtemperatur -18°C). Damit der NK-Raum bei der eingestellten Verdampfungstemperatur von -28°C stabil betrieben werden kann, ist am Ausgang des NK-Verdampfers ein zweites (druckgesteuertes) elektronisches E-Ventil eingebaut. Dadurch wird der NK-Verdampfer konstant mit einer Verdampfungstemperatur von -5°C betrieben. Darüber hinaus wurden zwei Panasonic OCU-CR200VF5A Kälteanlagen installiert. Eine zur Versorgung der Verkaufstheke (bestehend aus sieben individuell geregelten Kühlstellen) und einer NK-Kühlzelle. Die zweite versorgt eine TK-Kühlzelle. Dank der Integration der Technik im Zwischendeckenbereich bleibt die gesamte Anlage für Passagiere unsichtbar. Ein besonderer Vorteil der Panasonic-Lösung ist ihr kompaktes Design: Die benötigte Grundfläche ist im Vergleich zu vielen Wettbewerbsprodukten um bis zu 30–50 % geringer. Gerade in anspruchsvollen Umgebungen wie Flughäfen, in denen der verfügbare Installationsraum stark begrenzt ist, stellt dies einen entscheidenden Vorteil dar. Gleichzeitig gewährleistet die optimierte Regelung auch bei Leitungswegen von bis zu 50 Metern eine zuverlässige und konstante Temperaturführung.

Nachhaltiger Beitrag des Projekts

Die Entscheidung für CO₂ als natürliches Kältemittel bietet sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile. Im Vergleich zu synthetischen F-Gas-Kältemitteln ist CO₂ langfristig verfügbar, kostengünstiger und deutlich umweltfreundlicher. Zudem arbeitet die Anlage energieeffizienter als vergleichbare Systeme mit Kältemitteln wie R134a. Durch die Nutzung gemeinsamer Rohrsysteme für verschiedene Temperaturbereiche konnte außerdem der Materialeinsatz reduziert werden. So entstand eine nachhaltige und zukunftssichere Lösung, die bereits heute kommende Umwelt- und Klimaanforderungen erfüllt und gleichzeitig die Betriebs- und Wartungskosten langfristig senkt.

Partner

Planung: Florian Weinzierl 


Installation / Umsetzung: Kälte Grohmann 


Technologie / Systemlösung: Panasonic CO₂-Kältesysteme  

Installierte Geräte

•1 × OCU-CR400VF8A CO₂-Verbundanlage (für Tiefkühl- und Normalkühlbereich) •2 × OCU-CR200 CO₂-Kältemaschinen (für Bedientheke (NK) und einer 3m² NK-Kühlzelle und einer 3m² TK-Kühlzelle) Insgesamt wurden an die NK-Maschine eine NK-Kühlzelle und die Bedientheke mit sieben angeschlossenen Kühlstellen realisiert.

Die Fachberater von Panasonic und dessen Partner helfen Ihnen bei der Auslegung Ihres Projekts.

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